Doppelte Verstärkung für das Medizinische Versorgungszentrum

Claudia Maaß und Karl-Hermann Staubach

Leisten- oder Nabelbrüche sind häufige Gründe für ambulante Operationen bei Kindern. Sie gehören nach Meinung von Claudia Maaß in fachärztliche Hände. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, betont sie. Spezielle Kenntnisse seien gerade bei Operationen an Kindern im Wachstum erforderlich. Wer zum Spezialisten geht, muss jedoch oft weite Wege auf sich nehmen, nach Kiel oder Lübeck fahren. Auch Maaß selbst praktiziert in Kiel, bietet seit einigen Monaten jedoch eine Sprechstunde im MVZ in Bad Segeberg an: in der Regel mittwochs, alle 14 Tage. Hier können die Vorgespräche geführt werden, damit Eltern mit ihren Kindern lediglich zu den Eingriffen in ihre Kinderchirurgie- Praxis nach Kiel fahren müssten. „Dort habe ich seit Jahren geschulte Mitarbeiter“, sagt Maaß.

In Bad Segeberg würden derzeit lediglich kleinere operative Eingriffe vorgenommen. Mit der Weiterbildung der Mitarbeiter sei aber geplant, das Angebot auszuweiten. Doch schon jetzt entfielen durch die Beratung in Bad Segeberg ein Großteil der Fahrten, die ein Grund seien für Eltern, für vermeintlich kleine Eingriffe nicht den sonst weit entfernten Facharzt aufzusuchen.

Seit Juni fest im Team des MVZ am Landratspark ist zudem Orthopäde Staubach. In der Gartenstraße hatte Staubach vergangenes Jahr die Praxis von Rolf Süffert übernommen, sie gehörte zu diesem Zeitpunkt bereits zum MVZ von Dr. Rolf Thielmann, Facharzt für Allgemein- und Unfallchirurgie. „Wir wollten Synergien nutzen“, begründet er den Schritt der Zentralisierung an die Straße Am Landratspark 8a.

Staubach (63) war seit 2009 Durchgangsarzt am AK Segeberg und Leiter der Unfallchirurgie bis 2016. Im MVZ kümmere er sich nun um „normale Verschleißerkrankungen beim Älterwerden“, etwa Arthrose, Gelenkabnutzung im Knie oder der Hüfte, nennt Staubach Beispiele.

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