Chirurgie/Kinderchirurgie

Leistungsspektrum Erwachsene

Die Operationen erfolgen im OP Bereich der Praxisklinik Kronshagen. Die Praxis und der OP Bereich sind vom TÜV-Nord zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000.

Schwerpunkt ist die Diagnostik und Therapie von

  • Leistenhernie
  • Nabelhernie
  • Bauchdeckenhernie
  • Narbenhernie

 

Leistenbruch

In der Leiste befindet sich beim Menschen ein Kanal, der durch Muskeln und Sehnen gebildet wird. Beim Mann verläuft dort der Samenstrang, bei der Frau das Gebärmutter Halteband. Kommt es zu einer Erweiterung des Kanals durch die Schwächung des umliegenden Gewebes, können Baucheingeweide nach außen hervortreten. Es kommt zu einer Vorwölbung, die beim Mann bis in den Hodensack reichen kann. Dies kann durch Pressen, Husten oder Nießen ausgelöst oder verstärkt werden. Männer sind ca. 8x häufiger von einem Leistenbruch betroffen. Zusätzlich gibt es noch Risikofaktoren: z.B. muss es eine genetische Veranlagung geben, da es in manchen Familien häufiger Brüche gibt. Aber auch Raucher neigen mehr dazu. Auch große körperliche Belastung im Beruf oder beim Sport, kann zu dem Auftreten von Brüchen führen. Erhöhter Bauchinnendruck bei Asthma oder chronischer Bronchitis kann zu Brüchen führen wie auch Übergewicht.

Wie wird ein Leistenbruch festgestellt?

Manchen Patienten fällt eine Schwellung oder Vorwölbung in der Leiste auf. Diese verschwindet in der Anfangsphase meist im Liegen. Andere Patienten stellen sich mit Leistenschmerzen vor. Diese werden durch den Druck der Baucheingeweide auf die im Leistenkanal verlaufenden Nerven ausgelöst. Schwellung und Schmerzen können auch kombiniert auftreten. Selbstverständlich gibt es auch andere Ursachen für Schmerzen in der oder den Leisten.

Die ärztliche Diagnostik erfolgt durch die genaue Untersuchung und ggf. Sonographie.

Muss ein Leistenbruch operiert werden?

Bei jedem Leistenbruch besteht die Gefahr, dass sich im Leistenkanal Baucheingeweide einklemmen. Dies ist ein absoluter Notfall. Der Patient muss umgehend operiert werden, damit z.B. eingeklemmten Darmschlingen nicht absterben.

Bein einem kleinen Bruch, der keine Beschwerden bereitet, kann zunächst abgewartet werden. Der Patient sollte aber in ärztlicher Kontrolle bleiben.

Ein Leistenbruch verheilt nicht von allein. Er wird im Laufe der Zeit immer größer. Deshalb entscheiden sich die meisten Patienten zur endgültigen Behandlung durch eine Operation.

Wie wird ein Leistenbruch behandelt?

Die geschwächten Muskel- und Sehnenplatten im Leistenkanal werden durch die operativen Verfahren verstärkt. Es gibt unterschiedliche Verfahren, die möglichst individuell an den Patienten angepasst werden.

Folgende Faktoren werden berücksichtigt:

  • Alter
  • Größe des Bruches und dessen anatomische Lage
  • berufliche oder sportliche Belastung
  • individuelle Festigkeit des Gewebes (genetische Veranlagung, Raucher, Übergewicht etc.)
  • Vorerkrankungen des Patienten

Deshalb gibt es grundsätzlich keine Standardverfahren für alle Patienten. Das Verfahren mit dem Sie versorgt werden, wird auf Sie persönlich angepasst. Besondere Verfahren gibt es für die Sportlerleiste, die wir Ihnen gerne in einem Gespräch näher erläutern.

a) Behandlung mit mit körpereigenem Material
Hier werden durch Nahtverfahren die Muskel- und Sehnenschichten verstärkt z.B. nach Shouldice, Minimal repair bei Sportlerleisten, nach Desarda. Verfahren mit körpereigenem Material können nur über einen Leistenschnitt, d.h. die offene Operationsmethode angewandt werden.

b) Behandlung mit Kunststoffnetzen
Hier werden die Muskel- und Sehnenschichten durch ein Kunststoffnetz verstärkt. Durch die Netzporen wird dem körpereigenen Narbengewebe eine Stützschicht verschafft, vergleichbar mit der Armierung einer Betondecke. Die Kunsststoffnetze werden ständig technisch weiterentwickelt. Es gibt eine Vielzahl an Netzverfahren, teils mit resorbierbaren Anteilen. Verfahren mit Kunststoffnetzen können über einen Leistenschnitt, d.h. offen oder über endoskopische Methoden eingebracht werden.

Offene Verfahren sind z.B. nach Rutkow bzw. Millikan, nach Gilbert, nach Liechtenstein, nach Pelissier uvm.

Endoskopische Verfahren sind TAPP (transabdominell, d.h. durch den Bauch) oder TEP (total extraperitoneal, d.h. außerhalb des Bauchraums). Bei beiden Verfahren werden großflächig Netze an der Rückseite der Bauchwand eingelegt, analog den offenen TIPP Verfahren. Beide Techniken werden vor allem empfohlen, wenn ein erneuter Leistenbruch aufgetreten ist und die offene Operation erschwert ist. Diese Techniken gelten als aufwendig und teuer und sind nicht frei von Risiken.

Welche Empfehlungen gibt es nach der Operation?

Nach der Operation ist keine Bettruhe erforderlich. Sie sollten sich jedoch schonen. Kurze Spaziergänge und Bewegung sind wichtig. Die Schmerzen sollten mit dem Ihnen verordneten Schmerzmittel gut zu behandeln sein. Husten und Niesen kann erleichtert werden, wenn man mit der flachen Hand gegen die Wunde drückt. Hilfreich ist in den ersten Tagen auch die Verwendung eines Coolpacks. Bitte mehrmals am Tag für max. 10 min. auflegen. In einigen Fällen ist es erforderlich mit einem kleinen Schlauch Wundsekret abzuleiten. Dieser wird meist schon nach 24h entfernt.

Stärkere Schmerzen sind sehr selten und immer ein Grund sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Eine leichte Schwellung im Operationsgebiet, evtl. ein kleiner Bluterguss oder auch eine Taubheit im Operationsumfeld treten häufiger auf und bilden sich im Allgemeinen innerhalb von 1-2 Wochen zurück.

Bei zunehmender Rötung, erneuter Schwellung oder Fieber sollten Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Duschen ist ab dem 2. Tag mit sog. Duschpflastern möglich. Nach einer Woche ist kein Schutzverband mehr erforderlich.

Ärztliche Kontrollen erfolgen im Allgemeinen am 1. und 8. Tag nach dem Eingriff sowie nach 3 Monaten und einem Jahr.

Wie lange bin ich krankgeschrieben?

Es gibt hier keine allgemeinen Richtlinien. Es kommt auf die Bruchgröße und deren Versorgung an sowie die körperliche Belastung im Beruf. Bürotätigkeit kann evtl. nach 2 Wochen wieder aufgenommen werden, bei körperlicher Belastung kann die Berufsunfähigkeit auch 3 oder 4 Wochen, in seltenen Fällen auch länger vorhanden sein.

Wann kann ich wieder Sport treiben?

Auch hier gibt es keine allgemeinen Regeln. In der Mehrzahl der Fälle sind nach 1-2 Tagen wieder allgemeine Verrichtungen möglich. Das Heben und Tragen sollte in den ersten 2 Wochen auf 10 kg beschränkt werden. Radfahren, Schwimmen, leichtes Fitnesstraining und Laufen kann ab der 2. Woche wieder aufgenommen werden. Nach 3 Wochen sollte die volle Belastung wieder möglich sein.

Nabelbruch

Der Nabel war die natürliche Versorgungsöffnung während wir uns im Mutterleib befanden. Diese Öffnung verschließt sich im Allgemeinen in den ersten Lebensjahren. Manchmal verbleibt jedoch eine kleine Lücke, die dann bei zunehmender Belastung z.B. Schwangerschaft, Gewichtszunahme, im Alter oder durch individuelle Risikofaktoren zunehmend größer wird. Der Nabelgrund wölbt sich nach oben. Nabelbrüche treten 3-5 Mal häufiger bei Frauen auf. Auch am Nabel kann der Bruchinhalt sich in der Lücke verklemmen. Dies führt zu starken Schmerzen und muss sofort behandelt werden.

Welche Operationsverfahren setzen wir ein?

Auch hier sind wieder die individuellen Gegebenheiten des Patienten ausschlaggebend für die Wahl des Verfahrens.

a) Nahtverfahren
Im Allgemeinen können Brüche, die nicht größer als 1 bis 1,5 cm sind, mit einer Nahttechnik verschlossen werden. Je nach Festigkeit der Sehnenplatte kann dies Stoß auf Stoß oder mit einer Sehnenplattendopplung nach Mayo erfolgen.

b) Netzverfahren
Ist die Bruchlücke größer, wird häufig die Einlage eines Netzes empfohlen, um das erneute Auftreten eines Bruchs (=Rezidiv) zu verringern. Bevorzugt wird meist die Einlage des Netzes hinter der Muskel-Sehnenplatte. Diese können durch die spezielle Beschichtung der Netze im Bauchraum platziert werden (=IPOM Verfahren) oder vor dem Bauchfell als „Sublay“ Netz. Es muss auf eine ausreichend große Überlappung des Netzes geachtet werden.

Welche Empfehlungen gibt es nach der Operation?

Nach der Operation ist keine Bettruhe erforderlich. Sie sollten sich jedoch schonen. Kurze Spaziergänge und Bewegung sind wichtig. Die Schmerzen sollten mit dem Ihnen verordneten Schmerzmittel gut zu behandeln sein. Husten und Niesen kann erleichtert werden, wenn man mit der flachen Hand gegen die Wunde drückt. Hilfreich ist in den ersten Tagen auch die Verwendung eines Coolpacks. Bitte mehrmals am Tag für max. 10 min. auflegen. In einigen Fällen ist es erforderlich mit einem kleinen Schlauch Wundsekret abzuleiten. Dieser wird meist schon nach 24h entfernt.

Stärkere Schmerzen sind sehr selten und immer ein Grund sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Eine leichte Schwellung im Operationsgebiet, evtl. ein kleiner Bluterguss oder auch eine Taubheit im Operationsumfeld treten häufiger auf und bilden sich im Allgemeinen innerhalb von 1-2 Wochen zurück.

Bei zunehmender Rötung, erneuter Schwellung oder Fieber sollten Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Duschen ist ab dem 2. Tag mit sog. Duschpflastern möglich. Nach einer Woche ist kein Schutzverband mehr erforderlich.

Ärztliche Kontrollen erfolgen im Allgemeinen am 1. und 8. Tag nach dem Eingriff sowie nach 3 Monaten und einem Jahr.

Narbenbruch

Nach einem operativen Eingriff am Bauch kann es dazu kommen, dass sich in der Sehnenplatte im Bereich der Narbe wieder eine Lücke bildet. Auch hier kommt es zum Vorfall von Bauchfett - und/oder Baucheingeweiden. Es besteht die Gefahr der Einklemmung, deshalb sollte der Bruch verschlossen werden.

Welche Operationsverfahren setzen wir ein?

Auch hier sind wieder die individuellen Gegebenheiten des Patienten ausschlaggebend für die Wahl des Verfahrens.

a) Nahtverfahren
Im Allgemeinen können Brüche, die nicht größer als 1 bis 1,5 cm sind, mit einer Nahttechnik verschlossen werden. Je nach Festigkeit der Sehnenplatte kann dies Stoß auf Stoß oder mit einer Sehnenplattendopplung nach Mayo erfolgen.

b) Netzverfahren
Ist die Bruchlücke größer, wird häufig die Einlage eines Netzes empfohlen, um das erneute Auftreten eines Bruchs (=Rezidiv) zu verringern. Bevorzugt wird meist die Einlage des Netzes hinter der Muskel-Sehnenplatte. Diese können durch die spezielle Beschichtung der Netze im Bauchraum platziert werden (=IPOM Verfahren) oder vor dem Bauchfell als „Sublay“ Netz. Es muss auf eine ausreichend große Überlappung des Netzes geachtet werden.

Bauchdeckenbruch

Bauchdeckenbrüche treten in der Sehnenplatte zwischen dem unteren Ende des Brustbeins und dem Nabel auf. Man nimmt an, dass es sich um Durchtrittsöffnungen von Gefäßen oder Nerven handelte. Diese Öffnungen können sich durch Belastung oder individuelle Faktoren zunehmend vergrößern. Auch hier wölben sich dann Bauchfett oder -eingeweide nach draußen. Diese Brüche müssen versorgt werden, insbesondere, wenn sie Beschwerden bereiten.

Welche Operationsverfahren setzen wir ein?

Auch hier sind wieder die individuellen Gegebenheiten des Patienten ausschlaggebend für die Wahl des Verfahrens.

a) Nahtverfahren
Im Allgemeinen können Brüche, die nicht größer als 1 bis 1,5 cm sind, mit einer Nahttechnik verschlossen werden. Je nach Festigkeit der Sehnenplatte kann dies Stoß auf Stoß oder mit einer Sehnenplattendopplung nach Mayo erfolgen.

b) Netzverfahren
Ist die Bruchlücke größer, wird häufig die Einlage eines Netzes empfohlen, um das erneute Auftreten eines Bruchs (=Rezidiv) zu verringern. Bevorzugt wird meist die Einlage des Netzes hinter der Muskel-Sehnenplatte. Diese können durch die spezielle Beschichtung der Netze im Bauchraum platziert werden (=IPOM Verfahren) oder vor dem Bauchfell als „Sublay“ Netz. Es muss auf eine ausreichend große Überlappung des Netzes geachtet werden.

Allgemeines

Um die Qualität der Operation von Brüchen hoch zu halten, besuche ich mindestens einmal jährlich eine Fortbildungsveranstaltung. Um meine Qualität in der Versorgung von Brüchen mit anderen Kollegen vergleichen zu können, veröffentliche ich meine Ergebnisse in dem Hernienregister der Deutschen Herniengesellschaft. Aufgrund der Anzahl und Qualität der Versorgung habe ich das DHG Siegel erhalten.

www.herniamed.de
www.herniengesellschaft.de

Dr. med A. K. Eckstein
Fachärztin für Chirurgie und Kinderchirurgie